Schulungsangebot des der Abteilung für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste

Seit dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) im Jahr 2012 kam es sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zu diversen politischen und rechtlichen Prozessen, in deren Zuge sich die Lage für Schutzsuchende in Deutschland stetig veränderte.

Zu diesem Zweck entwickelte das Zentrum ÜBERLEBEN als Koordinierungsstelle des Berliner Netzwerks für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge (BNS) ein Schulungsprogramm, welches die langjährige Erfahrung des Zentrums für interessierte Institutionen und Organisationen nutzbar macht und den Bedürfnissen der Akteure der Berliner Flüchtlingsarbeit gerecht wird.

Der besondere Arbeitsschwerpunkt des Zentrum ÜBERLEBEN an der Schnittstelle von psychosozialer und psychologischer Versorgung und rechtlicher Beratung und Menschenrechtsarbeit spiegelt sich auch im Schulungsangebot wider.

Halbtägige Inhouse-Schulungen

Um bestmöglich auf die Bedürfnisse der zu Schulenden eingehen zu können bietet das bzfo-zfm Berliner Behörden, Organisationen und anderen interessierten Stellen halbtägige Schulungen in deren eigenen Räumen mit einer Dauer von maximal 3 Stunden an.

Schulungsinhalte

Die Inhalte können individuell abgestimmt werden und richten sich anhand der folgenden Themenkomplexe aus:

  • Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) v. a. bezüglich medizinischer und gesundheitlicher Versorgung nach dem Berliner Leistungskatalog für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge  
  • EU-Aufnahmerichtlinie (2013/33/EU) über die Mindestnormen bei der Aufnahme von Schutzsuchenden insbesondere zu Leistungen von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen wie z. B. psychisch Erkrankten, Traumatisierten, Opfer schwerer Gewalt oder Flüchtlingen mit Behinderung, chronischen Krankheiten und älteren Flüchtlingen
  • Berliner Verfahren zu Feststellung und Versorgung besonders schutzbedürftiger Personen (Kooperation staatlicher und nichtstaatlicher Stellen)
  • Methoden der Hinweisaufnahme auf mögliches Vorliegen von Traumatisierungen und anderer psychischer Erkrankungen (z.B. Protect-Fragebogen)
  • Gesundheitliche und soziale Auswirkung schwerer psychischer Erkrankungen, Traumata, chronischer Erkrankung und Behinderungen bei Flüchtlingen.