Junge Migrantinnen und Migranten -
Gemeinsam für Ausbildung und gegen Diskriminierung
Angebote
Berufliche Qualifizierung im Gesundheits- und Pflegebereich, Fortbildung und Lobbyarbeit
Leitung und Ansprechpartner/innen
Joachim Rüffer
Gesamt- und Netzwerkkoordination
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(030) 30 39 06 44
Marco Hahn
Bildungskoordination
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(030) 30 39 06 31
Marek Ikawy
Sozialarbeit
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(030) 30 39 06 56
Projektbeschreibung
Das Projekt will zur Überwindung der Diskriminierung von Migrantinnen und Migranten im jeweiligen Übergangsfeld Schule - Ausbildung - Beruf beitragen. Dazu haben sich das Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste (zfm), der Türkische Bund Berlin Brandenburg (TBB) und Internationales Jugendwohnen (IJW) zu einer Partnerschaft zusammengeschlossen. Das zfm koordiniert das Gesamtnetzwerk.
Qualifizierung und Unterstützung
Das zfm bietet kostenlose Vollzeitkurse zur beruflichen Qualifizierung im Bereich Gesundheit und Pflege an. Die Kursdauer beträgt sechs Monate und umfasst eine etwa zehnwöchige Praxisphase in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Die Teilnehmer/innen können nach erfolgreicher Absolvierung der Kurse unmittelbar als Pflegeassistenten beruflich tätig werden und finden von uns Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche. Parallel bereiten wir Interessentinnen und Interessenten auf das Bewerbungsverfahren für eine Ausbildung zum/zur staatlich examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Altenpfleger/in und Kinderkrankenpfleger/in vor. Während der Ausbildung bieten wir ausbildungsbegleitende Hilfen, Beratungen und Coachingangebote beispielsweise in Vorbereitung auf Prüfungen.
Integration und Kooperation
Das zfm pflegt eine enge Kooperation mit dem Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen (IbBG) der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, dem größten Berliner Krankenhaus- und Ausbildungsträger mit zehn Krankenhäusern und zwölf Altenpflegeheimen. Aufgrund der Kooperation und der spezifischen Ausbildungsvorbereitung im zfm finden unsere Teilnehmer/innen nach erfolgreicher Absolvierung der Kurse und formaler Zugangsberechtigung besondere Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren des IbBG.
Chancengleicheit und Nachhaltigkeit
Erfahrungen haben gezeigt, dass gängige Einstellungsverfahren und Ausbildungen im Gesundheitsbereich noch häufig auf deutsche Realschulabsolventinnen und –absolventen sowie Abiturientinnen und Abiturienten ausgerichtet sind. Bewerber/innen mit Migrationshintergrund und deren spezifische Problemstellungen finden in Auswahlverfahren deutlich seltener Berücksichtigung. Daher können sich viele Migrantinnen und Migranten trotz vielfältiger Ressourcen und spezifischer Kompetenzen nicht ausreichend einbringen. Die von uns angebotenen Vorbereitungs- und Unterstützungsmaßnahmen sollen einen Beitrag für mehr Chancengleichheit leisten und den erhöhten Bedarf an qualifiziertem Personal mit Migrationshintergrund im Gesundheits- und Pflegebereich gerecht werden. Die Projektpartner engagieren sich daher im Rahmen einer Öffentlichkeitskampagne für die Integration junger Migrantinnen und Migranten in das Berufsfeld Gesundheit und Pflege. Durch Öffentlichkeitsarbeit wollen wir junge Migranten selbst ansprechen aber auch deutlich werden lassen, dass unsere älter werdende Gesellschaft junge, qualifizierte und engagierte Menschen braucht. Dazu organisieren wir Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen zum Thema Ausbildung, Berufstätigkeit und Beschäftigungssituation im Gesundheits- und Pflegebereich. Mit diesen Veranstaltungen wenden wir uns an Eltern, Beratungsdienste, Migrantenorganisationen, Firmen und an alle Personen, die im Ausbildungssystem Verantwortung tragen.
Angebote und Aufgaben unserer Partner
Die Angebote des TBB und des IJW richten sich an junge Migrantinnen und Migranten, die bisher ohne berufliche Perspektive sind und Unterstützung bei der beruflichen Orientierung bzw. der Vermittlung in das Ausbildungs- oder Erwerbssystem brauchen.
Dazu zählen:
- Kompetenzfeststellungsverfahren
- Berufliche Orientierungskurse
- Informationsveranstaltungen zum Thema Ausbildung und Arbeit - Schwerpunkt: Pflegebereich
- Vermittlungen in betriebliche Praktika
- Sensibilisierung und Anti-Gewalt-Trainings
- Interkulturelle Trainings
Projektpartner
Türkischer Bund Berlin Brandenburg (TBB)
Internationales Jugendwohnen (IJW)
Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH
Finanzierung
Das Projekt wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Xenos – Integration und Vielfalt“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert
Laufzeit 01.08.2009 bis 30.06.2012





