Überblick

Das Zentrum ÜBERLEBEN setzt sich national und international für Überlebende von Folter und Kriegsgewalt ein. Bei uns suchen Männer, Frauen und Kinder aus rund 50 Ländern Hilfe – momentane Brennpunkte sind: Syrien, Irak, Afghanistan, Tschetschenien, Türkei, Kosovo, Libyen und Eritrea. Die Hilfesuchenden erhalten medizinische, psychotherapeutische, sozialarbeiterische und integrative Unterstützung. Um Sprachbarrieren im interkulturellen Beratungs- und Behandlungssetting zu überwinden, arbeiten wir mit speziell geschulten Sprach- und Kulturmittler/innen zusammen. Neben der Rehabilitation von traumatisierten Geflüchteten steht auch die Integration und berufliche Qualifizierung bis hin zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit unterschiedlichen Flucht- und Migrationserfahrungen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Im Zentrum ÜBERLEBEN gGmbH wird seit 2016 die operative Tätigkeit des 1992 gegründeten Behandlungszentrum für Folteropfer bzfo e. V. fortgeführt.

Der bzfo e.V. agiert weiterhin als alleiniger Gesellschafter des Zentrum ÜBERLEBEN gGmbH, bis in näherer Zukunft die Überleben – Stiftung für Folteropfer als zweiten Gesellschafter eintreten wird. Zudem ist die Zentrum ÜBERLEBEN gGmbH mit der Tochtergesellschaft der Überleben – Stiftung für Folteropfer, der gemeinnützigen Catania GmbH, sowie durch Aufbauhilfen und Kooperationen mit der Jiyan Foundation for Human Rights vebunden.

Die Abteilung für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste des Zentrum ÜBERLEBEN bietet umfassende Hilfe – von der psychologischen und psychosozialen Beratung, der psychotherapeutischen Behandlung, über die berufliche Qualifizierung bis hin zur Vermittlung in Ausbildung und Arbeit.

Zudem sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste aktiv in der Vernetzungs- und Lobbyarbeit tätig. Gemeinsam mit anderen nationalen und europäischen Organisationen engagieren sie sich für Fortschritte in der Migrationsarbeit und Flüchtlingspolitik.

Weiterhin erhalten unsere Patientinnen und Patienten in den Abteilungen des Arbeitsbereichs Behandlung und Rehabilitation je nach Bedarf ambulante oder tagesklinische Behandlung im allgemeinmedizinischen, psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosozialen Bereich. Unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter begleiten unser Patientinnen und Patienten in asyl- und ausländerrechtlichen Fragen und unterstützen sie bei der Wahrung ihrer Rechte sowie beim Aufbau ihres Lebens im Exil.

Dieses breite Angebot können wir nur leisten dank unserer öffentlichen Förderer sowie unserer Spenderinnen, Spender und Sponsoren.

Unsere Geschichte

1992 Gründung des Behandlungszentrums für Folteropfer e.V. (bzfo)

1997 Gründung der Überleben – Stiftung für Folteropfer im Beisein von Dr. Richard von Weizsäcker

2003 Umzug vom DRK-Klinikum Westend ins Gesundheits- und Sozialzentrum Moabit
Gründung der Tagesklinik des bzfo gemeinsam mit der Schlosspark-Klinik Berlin

2005 Zusammenschluss des bzfo mit dem Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste (zfm)
Gründung der gemeinützigen Catania GmbH als Tochter der Überleben – Stiftung für Folteropfer

2008

2016

Kompetenzbündelung im Zentrum ÜBERLEBEN

Fortführung der operativen Tätigkeit des bzfo in der Zentrum ÜBERLEBEN gGmbH